leere Energietanks, und die Abwärtsspirale

Wie Einige sicherlich schon bemerkt haben, ist es bei mir in letzter Zeit etwas stiller geworden.

Der Grund dafür ist, dass „sie“ sich wieder einmal in mein Leben geschlichen hat, diese unbeliebte und äußerst ungemütliche Phase.
Eine Zeit, in welcher zu viele Ereignisse aufeinander prallen. Vor allem solche, die mich emotional sehr belasten, mir viel Energie und/oder eine Menge Zeit kosten.

Da mir alles ein bisschen über den Kopf wächst, konnte und wollte ich auch für meinen Blog keine Energie mehr aufwenden. Genau genommen, hätte ich in den letzten Tagen am liebsten nur da gelegen und Löcher in die Luft gestarrt. Auch jetzt, wage ich keinen Versuch, mir einen gelungenen Beitrag aus den Fingern zu saugen. Nein, heute schreibe ich um meine Seele zu befreien, ganz persönlich und frei von der Leber weg.

In den letzten Wochen, gab es einfach so vieles nachzudenken, zu tun, zu organisieren, zu bewältigen. Unser Gartenprojekt, gesundheitliche Probleme, Geburtstagsfeiern, kranke Kinder, Schlafmangel uvm… und die erschütternde Nachricht vom Tod eines Mädchens aus unserer Nachbarschaft. Noch keine 5 Jahre jung und plötzlich nicht mehr da! Einfach so… Dieses furchtbare Ereignis, hat mich zutiefst getroffen und begleitet mich nach wie vor. Kaum ein Tag vergeht, an dem es mich nicht irgendwie traurig und nachdenklich macht.

All das zehrt! Zehrt an meinen Kräften und wenn diese mal aufgebraucht sind, wird es schwierig. Es entsteht eine Abwärtspirale. Denn es frustriert nicht nur mich, sondern auch meine Kinder.
Solange ich gut bei Kräften bin, kann ich meine Kinder auch gut begleiten. Es ist wesentlich einfacher, ruhig zu bleiben und die richten Worte zu finden. In stressigen Zeiten, fällt es mir schwer, gelassen und ruhig zu bleiben. Es wird vermehrt gemotzt, kritisiert und geschimpft. Und das tut weh, sowohl meinen Kindern, als auch mir selbst. Sind die Kinder frustriert, wird ihr Verhalten zunehmend destruktiv. Was wiederum dazu führt, dass ich noch müder werde. Sozusagen, beißt sich die Katze in den Schwanz.

Dann beginne ich zu reflektieren und gelange an den Punkt, wo ich wieder klar sehen und erkennen kann was zu tun ist. Dass ich als Elternteil die Verantwortung trage und aus dem Teufelskreis ausbrechen muss. Ich sehe, das meine Kinder mich mit ihrem destruktiven Verhalten nicht ärgern wollen. Vielmehr ist es ein Hilfeschrei, denn sie leiden ebenso unter den stressigen Phasen wie ich. Dies zu erkennen und meine innere Haltung zu ändern, reicht oft schon aus, um aus dem Teufelskreis auszubrechen.

Wie geht ihr mit stressigen Phasen um?

Eure, Manuela.

 

 

 

 

2 Gedanken zu „leere Energietanks, und die Abwärtsspirale“

  1. Liebe Manuela,
    danke für diesen offenen Beitrag. Ich finde es immer wichtig, sich selbst auch einzugestehen, dass man gerade am Limit ist und die Zeit gekommen ist, langsamer zu machen. Wie Du sagst, man motzt die Kinder an, obwohl man eigentlich nur überspannt ist. In stressigen Phasen werden bei uns einfach die Prioritäten geändert. Da geht es in erster Linie darum, sich wieder wohlzufühlen und runterzukommen. Mit Haushalt, Papierkram, etc. wird dann eben nur das Nötigste gemacht. Ich wünsche Dir einen entspannten Sonntag und viel Zeit zum Kräfte tanken 🙂
    Alles Liebe, Berenice

    1. Liebe Berenice,
      ich danke dir! Ja, es ist wichtig, zu erkennen und sich einzugestehen, wenn das Limit erreicht ist. Bei mir dauert das immer ein bisschen 😉
      Schön langsam, kehrt wieder Ruhe bei uns ein. Die Kinder sind wieder so gut wie fit, der Garten seit Freitag fertig 🙂 Dieses Wochenende ist entspannen angesagt!
      liebe Grüße und ebenfalls einen wunderschönen Sonntag!
      Manuela

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