meine Wahrheit übers Kinderkriegen (Blogparade)

Gerne, denke ich an die aufwühlende Kinderwunschzeit, meine aufkeimenden Muttergefühle während der Schwangerschaft und an mein Erlebnis zweier unkomplizierter Geburten zurück.

blogparade kinderkriegen

Liebe Berenice von Phinabelle, gerne schließe ich mich deiner Blogparade „meine Wahrheit übers Kinderkriegen“ an, und berichte von meinen Erlebnissen beim Kinderkriegen!

Kinderwunsch

Bei unserem ersten Kind, wurde meine Geduld ganz schön auf die Probe gestellt. Beinahe ein ganzes Jahr voller Warten und Hoffen lag hinter mir, als ich überglücklich einen positiven Schwangerschaftstest in meinen Händen hielt. Einen ausführlichen Bericht zu dieser nervenaufreibenden Kinderwunsch Zeit, kannst du in meinem Beitrag vom vom Kinderwunsch zum Wunschkind nachlesen.

Bei unserem Entschluss ein weiteres Kind zu bekommen, ging ich es viel gelassener und entspannter an. Schließlich wusste ich jetzt, dass mein Körper das schafft. Und siehe da, es klappte auch ziemlich bald.

Traurig, mussten wir jedoch feststellen, dass sich der Embryo nicht weiterentwickelte und kein Herzschlag zu erkennen war. Ich entschied mich gegen eine Curettage und verlor den Embryo nach etwa 12 Wochen auf natürlichem Weg.

Etwa 3 Monate nach der Fehlgeburt, wurde ich mit unserem Sohn schwanger.

Schwangerschaft(en)

Die Schwangerschaften mit meiner Tochter und meinem Sohn, verliefen erfreulicherweise ohne Komplikationen und ich genoss es schwanger zu sein. Es war eine schöne und spannende Zeit, besonders beim erstem Mal.

Immer wieder beobachtete ich ungeduldig mein Spiegelbild, denn ich konnte es kaum erwarten, „etwas zu sehen“. Als der Babybauch schließlich deutlich zu sehen war, schob ich meine wachsende „Kugel“ stolz vor mir her.

Die allerersten Stupser, konnte ich bereits in der 18. SSW spüren, und es fühlte sich soooo unbeschreiblich schön an!

Geburt(en)

Bei beiden Kindern, entschied ich mich für eine Geburt im Krankenhaus, jedoch mit meiner privaten Hebamme.

Die Geburt unserer Tochter

Es war etwa 22:00 Uhr und wir lagen seit wenigen Minuten im Bett. Nach ein paar lebhaften Tritten meines Bauchzwerges, ging es plötzlich „plopp“ und ich wurde von einem vorzeitigen Blasensprung überrascht und das drei Wochen vor dem errechneten Termin. Während mein Mann ziemlich aufgeregt von Zimmer zu Zimmer lief, um meine Kliniktasche zu packen, telefonierte ich mit meiner Hebamme. Diese meinte, ich könne mir ruhig noch Zeit lassen, doch ich wollte lieber gleich ins KH fahren. Ich fühlte mich freudig aufgeregt und konnte es gar nicht fassen, dass ich bald unser Baby im Arm halten werde.

Kurz vor Mitternacht kamen wir im Krankenhaus an. Meine Wehen waren zu schwach und der Muttermund geschlossen. Also gingen wir in unser Familienzimmer, wo mein Mann ziemlich schnell einschlief. Ich hingegen, konnte aufgrund der Wehen und meiner Aufregung die gesamte Nacht kein Auge zutun.

Am frühen Morgen, wurde ich noch einmal untersucht. Die Wehen kamen nun regelmäßig, waren aber weiterhin zu schwach. Nach dem CTG, durfte mein ausgeschlafener Mann frühstücken, während ich übermüdet und hungrig in unserem Familienzimmer auf ihn wartete. 12 Stunden nach dem Blasensprung sollte endlich was weitergehen, also nahm ich ein Bad um die Wehentätigkeit anzukurbeln. Wieder ohne Erfolg. Ein Oberarzt riet mir zu einer PDA, welche ich entschlossen ablehnte. Vor 14 Stunden hatte ich nun den Blasensprung und seit 28 Stunden keinen Schlaf. So wie es aussah, führte kein Weg daran vorbei ein wehenförderndes Medikament einzusetzen. Nur wenige Sekunden später war sie da, die erste heftige Wehe und ich war sehr überrascht, mit welcher Wucht sie mich traf.

Die nächste Stunde, verbrachte ich mit starken Wehenschmerzen; liegend, stehend, tönend und extrem erschöpft. So ziemlich am Ende meiner Kräfte, bat ich um ein Schmerzmittel. Zusätzlich, entfernte meine Hebamme den Wehentropf, was mir sofort ein wenig Erleichterung brachte. Nach einer weiteren Sunde, wurden die Wehenpausen wieder länger, also doch noch einmal der Wehentropf.

Keine 10 Minuten später, wurde unser kleines großes Wunder geboren!

Es war ein überwältigendes schönes Gefühl, als mir mein winzig kleines Mädchen auf die Brust gelegt wurde. Endlich war sie da! Unsere Tochter, welche uns mit ihren Augen neugierig und erstaunt anblinzelte.

Die Müdigkeit, war mit einem Mal verschwunden. So lag ich eine weitere Nacht wach, spürte und genoss wie der kleine warme Körper unseres Babys, Haut an Haut auf meiner Brust ruhte.

Baby

Die Geburt unseres Sohnes

Wie schon die Tochter, hatte es auch unser Sohn etwas eilig. Zwei Wochen vor dem errechneten Termin, wurde ich von ziehenden Bauchschmerzen geweckt. So lag ich eine Stunde lang, an meine Tochter gekuschelt im Bett, und spürte in mich hinein.

Das Ziehen, kam alle 10 bis 15 Minuten. Handelte es sich nun um Senkwehen, oder hatte etwa schon die Geburt begonnen? Kaum aus dem Bett draußen, waren keinerlei Wehen mehr zu spüren. Vorsichtshalber, informierte ich meine Hebamme über die möglicherweise bevorstehende Geburt. Vormittag, Mittag und Nachmittag verstrichen ohne weitere Anzeichen.

Als ich Abends unser Kind in den Schlaf begleitete, spürte ich wieder ein kurzes Ziehen. So saß ich bei meiner Tochter und wartete. Wartete, dass sie einschläft, wartete auf Wehen.

Um 20:15 Uhr, hatte das Warten ein Ende. Unsere Tochter war eingeschlafen, und die Wehen waren tatsächlich zurückgekehrt!

Ich wollte auf Nummer sicher gehen, ob die Wehen auch wirklich ernst zu nehmen waren. Also kuschelte ich mich mit meinem Mann auf die Couch und sah auf die Uhr. Regelmäßige Wehen im Abstand von 8 Minuten, konnte ich durchaus ernst nehmen, also rief ich meine Hebamme an und schilderte ihr meine Situation. „Wenn die Wehen noch gut erträglich sind, warte noch eine halbe Stunde und ruf mich dann wieder an!“ sagte sie mir.

Wider erwarten, ging plötzlich alles ganz schnell. Ich verlor etwas Fruchtwasser, und die Wehen wurden stärker. Wir wollten uns doch lieber gleich auf den Weg ins KH machen, mussten jedoch auf meine Eltern warten. Schließlich schlief oben im Zimmer unsere Tochter und bekam von alldem nichts mit.

Als mich mein Mann schnaufend und gekrümmt an der Sitzbank gestützt vorfand, wollte er keine Sekunde länger warten. Also bat er unsere Nachbarn, bis zum Eintreffen meiner Eltern, bei unserer Tochter zu bleiben. Wenige Minuten später saßen wir im Auto. Ups, da hatte ich wohl vergessen zu tanken 😛

An der Tankstelle, verkürzte sich der Wehenabstand rapide. Wehen im 2 Minuten Takt und eine Stunde Fahrt, na wenn das mal gut geht!?

Was soll ich sagen, schon sehr bald krallte ich mich, am Haltegriff im Auto fest und hatte „alle Hände voll zu tun“ meine Wehen zu vertönen. „Gib Gas und fahre so schnell es geht„, forderte ich meinen Mann auf. Mit 120 km/h rasten wir die letzten Kilometer durchs Ortsgebiet, und erreichten mit zusammengebissenen Zähnen das Krankenhaus.

Ich kam sofort in den Kreissaal und wurde untersucht. „Ihr Baby hat viele schwarze Haare„, hörte ich eine mir fremde aber sehr freundliche Hebamme sagen! „Oh mein Gott, Haare?! Sie kann die Haare sehen?! Und wo war verdammt nochmal meine Hebamme?“ Diese, traf 10 Minuten später während der Presswehen ein.

Immer noch total überwältigt von der überraschend rasanten Geburt, wurde mir unser wimmerndes Baby in den Arm gelegt. Wie gewünscht, ein Sohn! Ich war überglücklich. Endlich konnte ich auch unser zweites kleines großes Wunder in meinen Armen halten!

Baby

4 Gedanken zu „meine Wahrheit übers Kinderkriegen (Blogparade)“

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